Dienstag, 19. Juni 2012

Frühlingsträume

Wer regelmäßig in meinem Blog stöbert weiß, dass ich letzte Woche einige Stunden in ICEs totschlagen musste. Und Bahnfahrten können verdammt langweilig sein. Ohne MP3-Player, Laptop oder Buch geht bei mir da nix, und da ich zuletzt vermehrt Horror oder Thriller gelesen habe - von Stephanie Plum mal abgesehen *grins* - führte mich mein Weg in der Bahnhofsbuchhandlung dieses Mal direkt zu den Romanzen.

Ich wollte was Leichtes und Seichtes, als perfekten Einstieg in den Urlaub. Gestolpert bin ich über „Frühlingsträume“ von Nora Roberts. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass das Band 1 eines Vierteilers ist. Den Roman nimmste mit, dachte ich mir und kaufte das Buch. Es war mein erstes Nora Roberts Buch seit Jahren, doch wie ich es von ihr gewohnt bin, die Frau schreibt immer noch tolle Romanzen.

In „Frühlingsträume“ geht es um eine Gruppe von vier jungen Frauen, die eine Hochzeitsagentur leiten und Buch für Buch ihr privates Glück finden. Den Anfang macht Mackensie 'Mac' Elliot, ihres Zeichens Hochzeitsfotografin und erstklassig in ihrem Job. Privat sieht die Sache anders aus, denn dank ihrer Mutter, die ein Paradebeispiel dafür ist, wie Mütter nicht sein sollten, hält Mac weder etwas von Beziehungen, noch glaubt sie an die große Liebe. Immerhin hat ihre Familie ihr ihr ganzes Leben lang vorgelebt, dass es die wahre Liebe nicht gibt.

Carter Maguire sieht das allerdings anders und auf den ersten Blick passte er in meinen Augen so gar nicht zu Mac. Ein schüchterner, tollpatschiger Englischlehrer, der ständig Unfälle hat und rot anläuft, sollte der passende Gegenpart für die quirlige Mackensie sein? Na ja, dachte ich, und las weiter.

Und damit beginnt der Nora Roberts Zauber, wie ich es mal in einer Rezension gelesen habe, denn die Frau kann es einfach. Ihre Geschichten sind natürlich vorhersehbar und ohne großen Plot, aber wen stört das schon? Eine Romanze ist eben genau das und ich liebe ihre Bücher dafür, dass sie so leicht zu lesen sind. Es geht nur um das Genießen der Geschichte und auch bei „Frühlingsträume“ habe ich Seite für Seite genossen, gelacht und mitgelitten, bis Mac und Carter am Ende ihr Happy End bekommen haben. Sie passen nämlich sehr wohl zusammen, wenn man es genauer betrachtet. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an und diese Beiden ergänzen einander perfekt.

Mittlerweile habe ich Band 2 und 3 durch, die ich mir auf der Rückfahrt besorgt habe, und Band 4 müsste morgen oder übermorgen mit dem Postmann bei mir eintrudeln. Auch dazu werde ich mich noch auslassen, denn vor allem ein gewisser Anwalt in Band 3 hat es mir mächtig angetan. (Insider: Nein, er heißt nicht Adrian. *gg*)

Fazit: Ein typischer Nora Roberts Roman. Einfach, herrlich, amüsant und romantisch. Genau die richtige Mischung für eine Bahnfahrt.

Kommentare:

  1. *lach* Endlich bin ich dir mal ein Buch voraus...^^ :D Ich mag solche Bücher von ihr. Die kann man einfach mal geschwind zwischendurch lesen, sind nicht so anspruchsvoll und lassen einen von der großen Liebe träumen. Und man weiß, dass am Ende alles gut wird.

    Und ich schätze es ist kein Zufall, dass es mir auch gerade so ein gewisser Anwalt angetan hat. Wobei ich gestehen muss, dass ich Del vor Adrian kannte. Glaub ich zumindest...^^ Ich kann mir gar kein leben ohne Adrian mehr vorstellen... *g*

    Ich mag Nora Roberts Bücher wirklich, manche mehr, manche weniger, aber das ist auch okay... Man muss ja nicht immer alles mögen, was eine Autorin schreibt. Und vielleicht versuchst du ja irgendwann wirklich ihre Krimireihe. Irgendwie würde mich interessieren, was du dazu sagst.

    Sue

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    1. Ich bin auch schon ganz neugierig auf Malcolm. *g*

      Dito. Du sagst es. Ich habe schon so oft gehört, das ist Groschenromanliteratur. Solche Kommentare überhöre ich mittlerweile. Nora Roberts schreibt Romanzen, steht dazu und ist erfolgreich damit. Was will man mehr? Immerhin weiß ich als Leser, was ich erwarte und wenn ich Lust auf eine Liebesgeschichte habe, dann gönne ich sie mir auch. :-)

      Ihre Krimis werde ich mir aber bei Gelegenheit definitiv mal näher anschauen. ;-)

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    2. Eben. Was will man mehr. ich persönlich will mich selbst nicht auf ein Gebiet einschränken beim Lesen und deswegen gibt es auch manchmal eine Liebesromanze von ihr. Ich habe damit kein Problem und wenn mich deswegen jemand belächelt, dann darf er das gerne tun... *g* Ich gebe ja auch zu, dass ich "Zwei bei Kallwass" schaue. Ich akzeptiere schließlich auch, was andere Leute lesen und schauen. Und ein bisschen von ein paar sexy Männern träumen wird doch erlaubt sein... *g*

      Hm. Aber nicht, dass du mir nachher vorhältst, dass ich davon angefangen habe, falls du sie furchtbar findest...^^

      Sue

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    3. Na und ob. Wenn ich die Krimis von ihr doof finde, bist du natürlich Schuld. *kicher*

      Dito. Ganz meine Meinung. Und warum soll man auch nicht mal schwelgen und schwärmen? Drama habe ich schließlich bei meinen eigenen Sachen und im RL genug, da will ich im Urlaub oder in der Badewanne ab und zu einfach mal genießen. Dafür ist Nora Roberts perfekt. :-)

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    4. Hm. Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass ich keinerlei Haftung übernehme und das Lesen nur auf eigene Verantwortung ist... oder so... *g*

      Genau, dafür ist Nora Roberts perfekt^^ Und deswegen habe ich in den letzten Tagen auch die Quinn-Bücher ausgepackt :) Wobei die ja auch etwas Drama haben. Aber letztendlich wird alles gut und man spürt ganz viel liebe unter den Brüdern. =)

      Sue

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    5. Die Quinns sind für mich ein bisschen Vorbild, was meine eigenen Jungs angeht, auch wenn da der Großteil nicht mal verwandt ist. *g* Aber genau das, was bei Cam, Philip, Ethan und Seth deutlich zu spüren ist, dieser Zusammenhalt in der Familie, das wollte ich auch für meine Jungs. :-)

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