Mittwoch, 9. Januar 2013

Mecklenburger Winter

Wieder einmal ist Chris P. Rolls mit einer ihrer Geschichten auf meinem Nachttisch gelandet. Sie hat die Story um Kai und Leon schon seit 2010 online veröffentlicht, aber ich bin nie wirklich zum lesen gekommen. Als ich dann hörte, dass es „Mecklenburger Winter“ jetzt als Buch gibt, musste ich es einfach haben und bekam es keine drei Tage später als nachträgliches Weihnachtsgeschenk auf meinen Tisch. Dankeschön dafür. Du weißt, dass du gemeint bist. :-)

„Mecklenburger Winter“ ist ein 500 Seiten dicker Wälzer, der es in sich hat. Dabei beginnt die Story erstmal ziemlich lustig. Der Sportler Kai landet beim Training in einer Schneewehe und wird daraus von dem jungen Reiter Leon gerettet, der sich köstlich über Kais Anblick amüsiert. Kai ist von Anfang an von dem schüchternen Leon fasziniert, der mit Komplimenten und Neckereien überhaupt nicht umgehen kann, was Kai zugleich amüsiert und irritiert, bis er erfährt, was der Grund dafür ist.

Damit beginnt ein Drama das seinesgleichen sucht. „Mecklenburger Winter“ ist keine Geschichte für nebenbei und ich habe beim Lesen mehr als einmal die Zähne geknirscht, als Kai nach und nach erfährt, warum Leon so ist, wie er ist, und ihn immer wieder von sich fort stößt, obwohl offensichtlich ist, dass Leon an Kai interessiert ist. Aber Leon kann sich das nicht eingestehen und der Grund dafür ist wirklich schlimm.

Ich will nicht mehr über den Inhalt verraten, das muss man einfach selbst lesen. Ich möchte nur noch sagen, dass mich die Engstirnigkeit der Menschen in diesem Buch schockiert hat. Wie man so denken und handeln kann, wie es einige der Charaktere seit Jahrzehnten tun, ist mir schlichtweg ein Rätsel.

Ein großes Lob geht hier an Chris Rolls, die es geschafft hat, alle Charaktere glaubwürdig zu gestalten, ohne dabei überzogen zu wirken. Es gibt eine Szene in „Mecklenburger Winter“, wo Leons Mutter bei Kai zu Besuch ist, über die bin ich immer noch nicht hinweg. Ich sage nichts über den Inhalt, nur soviel, ich schwankte beim Lesen ständig zwischen Kopfschütteln und selbigen auf die Tischplatte schlagen. Klasse aufs Papier gebracht. Ich konnte gar nicht anders als Kai und Leon ein Happy End zu wünschen, denn sie haben es sich wirklich verdient.

Fazit: „Mecklenburger Winter“ ist eine Mischung aus Romanze und Drama, perfekt für die kalte Jahreszeit und wundervoll geschrieben. Definitiv zu empfehlen.

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    wirklich eine Klasse Rezie! Selbst in dem kurzem Text, liest man das Gefühlschaos in das einen MW stürzt heraus...

    Klasse!
    LG
    Gela

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