Montag, 29. April 2013

Rockstar

Ab und zu lese ich auch gern Heterogeschichten und die Rezensionen zu "Rockstar" von Helen Carter haben mich neugierig gemacht. Allerdings habe ich bei diesem E-Book deutlich gemerkt, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können.

In "Rockstar" geht es um das, was der Titel sagt, eine Rockband mit aufstrebendem Sänger, der mit seinem Erfolg nicht wirklich klar kommt. Ich fand die Geschichte weder sonderlich erotisch noch prickelnd, um ehrlich zu sein. Anfangs läuft es von einer Sexszene in die nächste über, und zwar immer ohne Kondom. Dann trifft Bones, der eigentlich Jeff Armstrong heißt, auf Yvy und prompt wird von der großen Liebe gesprochen. Es mag ja durchaus Liebe auf den ersten Blick geben, aber in "Rockstar" ist das ganze Drumherum so merkwürdig, dass es überhaupt nicht passt. Dazu dann noch das abrupte Ende, das nichts Halbes und nichts Ganzes ist.

"Rockstar" kann ich persönlich nicht empfehlen. Auch wenn die Story in manchen Dingen mit Sicherheit authentisch ist, was das Leben von Musikern angeht, so finde ich den Hauptcharakter Bones einfach nur unsympathisch. Von einem Fick zum nächsten, entweder besoffen oder high oder beides. Dazu betrügt er Yvy, und zwar mehr als einmal, und steigt am Ende sogar noch mit der Frau seines Bandkollegen ins Bett (na gut, unter die Dusche). Sorry, aber Bones benimmt sich nicht wie ein Erwachsener, sondern wie ein Teenager, der seine Hormone nicht unter Kontrolle hat.

Fazit: Wer gern Sex liest, kommt hier voll auf seine Kosten. Wer eine vernünftige Story mit ausgearbeiteten Charakteren bevorzugt, wohl eher nicht.

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