Samstag, 15. Juni 2013

Zweifel in Worten

Es gibt Geschichten, die ziehen einen vom ersten Wort an in den Bann. Und passend zum Titel, hat mich die neue Geschichte von Nathan Jaeger, „Zweifel in Worten“, anfangs sehr wohl einige Male zweifeln lassen. Nicht am Inhalt an sich, ich mag gut geschriebene Dreiecksgeschichten, sondern eher daran, ob das mit dem seelisch so stark verletzten Frank überhaupt möglich ist.

Aber von vorn und dazu klaue ich mir erst mal frech Nathans Inhaltsangabe zum Buch, die wie folgt lautet:

„Neue Stadt. Neues Leben. Der 26-jährige Bibliothekar Frank ist von Köln nach Berlin geflohen, um mit seiner Vergangenheit abzuschließen. An den ominösen ‚Mister Right‘ glaubt er nicht und seit einem einschneidenden Erlebnis zieht er es vor, nicht einmal mehr flüchtige Dates zu haben. Die unerwartete Bekanntschaft zu Sam und Gabriel ist dabei eine Wildcard, die er nicht einkalkuliert hat.“

Nicht einkalkulierte Wildcard passt in dem Sinne perfekt, denn Sam und Gabriel sind zwei Kerle, die muss man einfach gern haben. Sam, der ungestüme und überbehütende Bodyguard, reißt Frank mehr als einmal mit seiner Art praktisch vom Hocker und provoziert dabei ungewollt, dass Frank sich von ihm zurückzieht, weil ihm Sam zu wild ist. Dagegen bringt Gabriel mit seiner Ruhe genau den richtigen Gegenpol in diese Geschichte, die am Ende nur als Ganzes funktioniert.

„Zweifel in Worten“ ist, was der Titel sagt und von Anfang bis Ende fieberte ich beim Lesen mit, immer in der Hoffnung, die drei mögen einen gemeinsamen Weg finden. Denn dass das nicht so einfach ist, zeigt Frank deutlich, der einiges hinter sich hat und für den Vertrauen ein Fremdwort ist. Und als ihn dann noch die eigene Vergangenheit praktisch an der Wohnungstür überfällt, ist das Chaos perfekt.

Nathan Jaeger hat seine Charaktere liebevoll gezeichnet und ihnen eine Hintergrundgeschichte gegeben, die packend ist. Von Drama, über Action, bis hin zu Erotik und Romanze ist alles dabei. Ein Gefühlschaos vom Feinsten.

Zwei kleine Dinge haben mir nicht so gut gefallen bzw. ich hätte sie mir ausführlicher gewünscht. Da wäre einerseits die Auflösung der Geschichte mit Sven (ich verrate nicht, wer das ist) und das Ende von „Zweifel in Worten“ selbst, denn der Übergang vom Krankenhaus zurück ins normale Leben kam mir einfach zu abrupt. Ich hatte beim ersten Mal das Gefühl, da fehlt ein Kapitel. Dafür versüßt Nathan Jaeger seinen Lesern den Abschluss von „Zweifel in Worten“ mit einem schönen Zusatzschmankerl.

Fazit: Klasse geschrieben, eine tolle Geschichte. Für Fans von guten Homoerotik-Geschichten ist diese unbedingt zu empfehlen.

Kommentare:

  1. hallo,

    schönen Blog hast du hier =)
    Ich habe Zweifel in Worten auch gelesen und fand den auch richtig gut. Demnächst werde ich dazu wohl auch ne kleine Rezi auf meinem Blog verfassen.
    Deine Bücher hören sich aber auch gut an, die kommen schon mal auf meine Wunschliste. :D

    LG
    Sakura

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    1. Hi Sakura,

      vielen Dank für dein Lob und sei Willkommen bei mir. :-)

      Ich bin erst vor kurzem auf Facebook über Nathan Jaeger gestolpert und habe noch weitere Bücher hier von ihm, die ich unbedingt noch lesen will. *g*

      Ich wünsche dir viel Spaß hier und natürlich auch mit meinen Geschichten. Dankeschön fürs auf die Wunschliste packen. :-)

      GLG an dich
      die Matty

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