Sonntag, 11. August 2013

Ein Hauch von Kirschblüten

Wie? Schon vorbei? Also da hätten doch wenigstens noch 100 Seiten kommen können.

Das war mein erster Gedanke, als ich „Ein Hauch von Kirschblüten“ von Kat Marcuse zu Ende gelesen hatte. Warum? Weil die Geschichte einfach klasse ist. Dabei fängt sie überhaupt nicht romantisch an, im Gegenteil. Die Story endet mit einem großen Wendepunkt in Jans Leben, und das an einem Tag, an dem er eigentlich feiern sollte. So aber fällt er in ein Loch und entscheidet ein paar Wochen später, dass er dringend einen Tapetenwechsel braucht. Sein Weg führt ihn nach Japan, wo er auf Tom trifft, und damit kommt die Geschichte erst so richtig ins Rollen.

Ich mopse mir mal frech die Inhaltsangabe von Amazon: „Wiederkehrende Träume halten den frischgebackenen Arzt Jan seit Jahren in Atem: Ein japanischer Garten, ein fremder Mann, Kirschblüten und das Versprechen, auf ihn zu warten. Doch wie viele Gärten soll er durchstöbern, um den Einen zu finden, dessen Gesicht er niemals klar sieht? Eine Reise nach Japan ist unabdingbar und was die Erfüllung seiner Träume sein sollte, wird zu einem heißen One-Night-Stand. Jan stürzt sich in die Arbeit um zu vergessen, doch ein Entrinnen scheint nicht möglich, Glück ohne den Einen nicht mehr erreichbar. Da tritt sein Traum mit geprellten Rippen erneut in sein Leben.“

Und da bleibt er auch erst mal, denn Tom hat ein ziemlich großes Päckchen zu tragen, das Kat Marcuse nach und nach in der Geschichte preisgibt. Nicht alles davon gefällt Jan, der sich manchmal zu Recht fragt, ob Tom eine Art von gespaltener Persönlichkeit hat. Was leider zu dem einen oder anderen Missverständnis führt, denn auch Jan trägt einige Dinge mit sich herum. Am Ende müssen dann Freunde und die Familie her, um ihm hilfreich unter die Arme zu greifen, als er Mist baut und Tom damit erst mal aus dem Haus treibt.

Die beiden sind ein wundervolles Paar. Sie haben es nicht leicht, sich abgesehen vom umwerfenden Sex auch im normalen Leben anzunähern. Kein Wunder, wenn man von heute auf morgen praktisch zusammenlebt. Das kann auf Dauer nicht ohne Debatten und Streits funktionieren. Mühe geben sich beide und Kat Marcuse hat viel Wert darauf gelegt, ihre Charaktere dem Leser vorzustellen. Das trifft übrigens nicht nur auf Jan und Tom zu, die anderen Darsteller in "Ein Hauch von Kirschblüten" gefallen mir genauso. Ich finde sie durch die Bank weg sympathisch – nun ja, abgesehen von Toms Vater, aber mehr verrate ich hier nicht.

Fazit: Wunderschön. Romantisch. Erotisch. Toll geschrieben. Auf jeden Fall zu empfehlen.

Kommentare:

  1. Jetzt hast du mich neugierig gemacht. Werd mir das Buch vielleicht auch kaufen.

    Bennett True hab ich auch gelesen. Hat mir gut gefallen....Ebenso Herz nach Maß

    LG Lilith

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    1. Ich kann es wirklich nur empfehlen. *g* Und ich hoffe, da kommt bald noch mehr in der Richtung von Kat. ;-)

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  2. Hiho,

    Oh ja, es hätte noch viel weiter gehen können. Auch mir hat das Buch sehr gefallen, besonders das Ende. Es gab unmengen Stellen, an denen ich einfach nur grinsen musste, besonders jene mit der Furie/Glucke von bester Freundin.

    Persönlich kann ich dir auch 'Loving Silver' von M.S. Kelts empfehlen. Mein Mann konnte mich gar nicht vom Buch loseisen.

    Bis die Tage
    Aoni

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