Montag, 16. September 2013

Blutsbund-Reihe

Nachdem nun mittlerweile Band 3 der Blutsbund-Reihe von Cat the Mad zu haben ist, musste ich endlich mal eine Nachtschicht einlegen, um sie zu lesen. Reingeschnuppert hatte ich dank Leseproben natürlich längst und auch die Geschichten im Ganzen empfehle ich gerne weiter.

Sie sind kurz und knackig, und, da noch mehr in Arbeit sind, werden in den einzelnen Bänden auch nicht gleich alle Fragen beantwortet. Man trifft die Charaktere später wieder, auch wenn jede Geschichte um ein anderes Paar geht. Manchmal fehlten mir beim Lesen Details und es gab Szenen, die wären mir ausführlicher lieber gewesen oder Charaktere, über die ich gerne mehr gewusst hätte. Aber wer weiß, vielleicht kommt das noch, daher bin ich gespannt auf die folgenden Bände.

Ich klaue mir hier mal frech die allgemeine Zusammenfassung der Autorin, damit ihr wisst, worum es geht:

„Die Romanows sind russische Vampirbrüder, die zwei Prioritäten haben, Wodka trinken und Werwölfe, als den Staatsfeind Nummer eins ansehen. Was passiert aber, wenn sich herausstellt, dass es zwischen den Rassen einen Bund gibt, der unumstößlich ist? Schneller als so manch einem Recht, fühlen sich Männer zueinander hingezogen, die zuvor noch verfeindet waren.“

Band 1 erzählt die Geschichte von Tristan und Sergej und es ist keine allzu glückliche für das Paar, leider. Sergej hat einige Probleme, die im Laufe der Geschichte sogar zu einem Fastmord führen. Ich will nicht sagen, dass es kein Happy End gibt, aber nach dem Lesen der letzten Seite blieb für mich doch ein schaler Beigeschmack, weil eben nicht alles perfekt ist. Doch mehr will ich hier nicht verraten, daher wende ich mich Band 2 zu, der von Dimitrij und Nikita handelt und gegenüber dem 1. Band einige Schwächen aufweist. Mir ging die Entwicklung zwischen den beiden einfach viel zu schnell und ich fand es am Ende irgendwie abgehackt, weil einige (in meinen Augen) wichtige Dinge nur grob angeschnitten wurden. Auch die Charaktere blieben leicht oberflächlich, daher fiel es mir schwer, eine Leserbindung zu ihnen aufzubauen. Band 3 zieht dagegen wieder an, was mit Sicherheit an Michail und Alexander liegt, die von Anfang an einfach eine gemeinsame Wellenlänge haben, und als dann gegen Ende noch Viktor ins Spiel kommt, wird die Sache erst so richtig interessant (oder sollte ich besser sagen: anregend). ;-)

Einziger Minuspunkt: Michails Spielzimmer. Kurz angerissen und dann total vergessen, das fand ich als Leser etwas merkwürdig, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand wie Alexander, der davon keine Ahnung hat, das Ganze einfach mit zwei, drei Sätzen abtut und dann nicht mehr erwähnt.

Aber noch stehen 3 weitere Bände aus, denn die Autorin Cat the Mad hat insgesamt 6 Geschichten zu dieser Reihe geplant. Also lasse ich mich überraschen, ob dazu später vielleicht nicht doch noch ein paar erklärende Sätze fallen.

Was mir im Übrigen sehr gefallen hat, sind die Cover. Schlicht, einfach, sie passen gut zusammen und vor allem, es sind keine nackten Kerle zu sehen. Ich weiß, viele Leserinnen mögen das, aber ich finde Cover mit Bezug zur Story weitaus ansprechender, als den x-ten Männeroberkörper, was mittlerweile total austauschbar wirkt, weil man sie ständig überall sieht. :-)

Fazit: Eine interessante Kurzgeschichten-Reihe über Vampire und Werwölfe, die weit mehr verbindet, als es auf den ersten Blick scheint. Sehr zu empfehlen.

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