Samstag, 30. April 2016

Aneiryn - Review

ANEIRYN: Gay Historical/FantasyANEIRYN: Gay Historical/Fantasy by Riley Greene
My rating: 3 of 5 stars

Es fällt mir schwer, der Fantasy-Geschichte um Aneiryn und Ri eine Bewertung zu geben, weil sie einerseits toll erzählt ist, andererseits aber einen Hauptcharakter hat, der für mich eindeutig zu viele Ähnlichkeiten mit einem pubertierenden Teenager aufweist, als mit einem eigenständigen Charakter, den ich mögen könnte.

Die Geschichte selbst gibt es in der Form bereits zuhauf, aber das tut dem Lesespaß keinen Abbruch. Dazu gibt es genug zu entdecken. Eigene Reiche, politische Ränke, Lügen, Betrug, ein Mord, der keiner war und vieles mehr. Alles beginnt damit, dass sich der Herrscher von Caorgan eine politische Verbindung zu Tharog wünscht, und daher kurzerhand sein Thronfolger mit dem dortigen Fürsten verheiratet wird. Und das ist der Anfang einer Menge Probleme, denn Aneiryn ist 20 Jahre alt und so benimmt er sich auch, während sein Gatte Riaghán die 40 Jahre längst überschritten hat und sein Reich mit einer Härte führt, die Aneiryn lange nicht verstehen kann und auch nicht will. Dann mischt sich auch noch der Großkönig Halvor in die Geschehnisse ein und macht das Ganze erst so richtig kompliziert.

Der Inhalt ist toll erzählt. Unzählige Fäden, die nach und nach zu einem Ganzen verwoben werden, und es dauert lange, bis sich endlich auflöst, was früher war und wer woran Schuld trägt und so weiter und so fort. Aneiryn hätte allein für seine Geschichte glatte 10* Sterne bekommen, mindestens, aber leider hat der Namensgeber des Buches für mich einiges kaputt gemacht, denn er benimmt sich wie ein pubertierenden Dummkopf und löst damit ein Unglück nach dem anderen aus, bis hin zu einem Krieg, der überhaupt nicht hätte sein müssen und der Riaghán fast das Leben kostet, hätte Aneiryn vorab mal ein bisschen Verstand und Rückgrat bewiesen.

Ich will gar nicht sagen, dass sein Mann Riaghán keine Fehler hat, im Gegenteil, und vom Großkönig Halvor will ich lieber gar nicht erst anfangen. Dennoch hat mich Aneiryn in der Story mehr als einmal wirklich geärgert mit seinem kindischen Gejammer, und wären die anderen Charaktere und der eigentliche Inhalt nicht so interessant gewesen, hätte ich die Geschichte kaum beendet.

Daher bekommt Aneiryn von mir auch nur drei Sterne, aber dennoch eine Leseempfehlung, weil die Geschichte und das ganze Drumherum es einfach wert sind.

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