Dienstag, 6. September 2016

Schüttel den Zuckerbaum

Schüttel den Zuckerbaum (Der Zuckerbaum 1)Schüttel den Zuckerbaum by Nick Wilgus
My rating: 2 of 5 stars

Ich war selten so zwiegespalten wie bei diesem Buch, denn so interessant die Idee an sich war, alleinerziehender Vater mit gehörlosem Kind, die Umsetzung hat mir graue Haare beschert.

Wiley Cantrell kümmert sich seit dessen Geburt um seinen 9-jährigen Sohn, einem Methbaby, und das ist nicht leicht. Sie sind arm, scheinen auf den ersten Blick aber recht glücklich, mal abgesehen davon, dass Wiley gerne einen Partner im Leben hätte, der ihn auch mit Kind akzeptiert. Jackson Ledbetter scheint dafür genau der Richtige zu sein und die Story hätte auch super sein können, aber die Art und Weise, wie sie erzählt wird …

Ich habe irgendwann gedanklich nur noch den Kopf auf die Tischplatte gehauen, denn während Wiley mit Anfang 30 entweder jammert, wie scheiße das Leben doch ist, oder gleich den Kopf in den Sand steckt, vor allem im Bezug auf seine Familie, kümmert er sich so liebevoll um Noah, dass ich teilweise beim Lesen das Gefühl hatte, eine gespaltene Persönlichkeit vor mir zu haben. Und es wurde im Laufe der Geschichte leider nicht besser. Wiley entwickelt sich immer mehr zur missverstandenen Dramaqueen, für den sich doch bitte alle ändern müssen, damit sein Leben leichter wird. Ich war zusehends von ihm genervt und als er Jackson dann einfach den Laufpass gibt, weil der eben nicht perfekt ist, und praktisch noch am selben Tag mit einem anderen Kerl ins Bett steigt, ohne Kondom natürlich, da fiel es mir wirklich schwer, das Buch nicht einfach vom Reader zu löschen. Aber ich mochte Noah und ich mochte Jackson, von dem ich gerne mehr erfahren hätte, was mir leider nicht vergönnt war.

Jackson und Wiley bekommen ihr Happy End (ein sehr schönes sogar) und zum Schluss hin agiert Wiley dann auch endlich mal wie ein Erwachsener, aber das konnte die Story im Ganzen für mich nicht retten.

Daher gibt es diesmal nur 2* (einen für die Idee und einen für Noah & Jackson) von mir, ohne Leseempfehlung.


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Kommentare:

  1. *rofl* Also deine Beschreibung Wileys macht aus ihm für mich schon eine verkappte Frau mit Aschenputtel-Syndrom, wo ist die gute Fee, die alle meine Sorgen mittels Magie beseitigt, damit mich der Prinz holt. ...

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    1. *glucks* So drastisch würde ich es nicht ausdrücken, aber ich muss doch zugeben, er hat mich als Charakter im Laufe der Geschichte wirklich mehr und mehr genervt. :D

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