Dienstag, 27. Dezember 2016

Love Lessons - Nie mehr einsam mit dir

Love Lessons - Nie mehr einsam mit dir  (Love Lessons, #3)Love Lessons - Nie mehr einsam mit dir by Heidi Cullinan
My rating: 5 of 5 stars

Ich fand schon die ersten beiden Bände dieser Reihe klasse, aber der hier toppt echt alles. Wenn ich könnte, würde ich 10* und mehr geben. Warum? Weil Baz und Elijah umwerfend sind auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Dabei dachte ich anfangs, oh Gott, wie soll das funktionieren? Baz und Elijah sind aufgrund ihrer Herkunft und verschiedener Ereignisse nämlich physisch und vor allem psychisch dermaßen verkorkst, dass ich mich die ersten Kapitel teilweise ernsthaft fragte, wie die beiden es bisher geschafft haben, der Irrenanstalt zu entgehen. Das klingt krass, ich weiß, aber während Baz sich am liebsten zudröhnt, um seine chronischen Schmerzen irgendwie auszuhalten, wankt Elijah von einer Panikattacke in die nächste, während er zwischendurch ständig auf der Flucht vor sich selbst ist.

Die beiden glauben nicht daran, dass es irgendjemanden geben könnte, der sie so nimmt, wie sie sind. Im Gegenteil, sie haben mittlerweile solche Angst davor, dass sie schon automatisch auf Abwehr gehen, wenn jemand danach aussieht, als könne er sich für sie interessieren. Und das führt auch dazu, dass der Anfang ihrer Beziehung ziemlich holprig verläuft. Sie haben Sex, dann kriegt Baz das große Flattern und flüchtet sich innerlich in seine düstere Welt, während Elijah sich natürlich bestätigt sieht, ein Freak zu sein, den eh keiner haben will. So schleichen sie mehrere Wochen umeinander herum und erst Baz' Mutter schafft es ungewollt, die beiden zusammenzubringen.

Und dann geht es erst so richtig los, denn was als Lüge beginnt, wird sehr bald sehr eng, auch wenn beide heftig dagegen ankämpfen. Baz und Elijah haben Angst, aber es dauert sehr lange, bis sie das ehrlich aussprechen. Und als sich dann auch noch Baz' furchtbare Familie einmischt, kommt es fast zur Katastrophe. Ich habe vor Wut beim Lesen fast in die Tischkante gebissen. Wie kann man nur seine eigene Karriere und dieses ganze politische Gehabe, diese miese Verlogenheit, so über sein eigenes Kind stellen? Und das Schlimmste daran war noch, dass Baz' Mutter nicht mal begriffen hat, was eigentlich abging.

Gott sei Dank hat Baz mittlerweile gute Freunde, die da sind, als er sie braucht, und als er dann Elijah wiederfindet, erkennt er endlich, was wirklich wichtig ist im Leben.

Eine wundervolle Geschichte, die von mir eine dicke Leseempfehlung erhält.

Ach ja, man muss die vorherigen Bände fürs Verständnis nicht unbedingt lesen, jeder ist in sich abgeschlossen. Ich würde dennoch dazu raten, denn die vorherigen Pärchen und Charaktere nehmen auch in diesem Buch viel Raum ein und wenn man sie nicht kennt, wäre das echt schade.

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