Freitag, 27. Januar 2017

Insomnia

InsomniaInsomnia by Jilliane Hoffman
My rating: 3 of 5 stars

Was habe ich mich auf den zweiten Fall von Agent Bobby Dees gefreut … und was bin ich im Nachhinein enttäuscht. Dabei hat das Buch grundsätzlich erst mal alles, was einen guten Thriller für mich ausmacht. Das Problem dabei war nur, das »arme, unschuldige Opfer« ging mir spätestens ab dem 2. Buchteil tierisch auf die Nerven.

Mallory Knight hat einen Fehler gemacht, einen gewaltigen, und dass sie dafür einige Schelte kassiert, war zu erwarten. Mich wundert auch nicht im Geringsten, dass sie die Stadt verlässt und unter neuem Namen neu anfängt, aber dann geht es los. Für ihr Studium kommt sie zurück nach Hause (was aufgrund der Geldfrage ja noch verständlich ist), aber dieses ganze Hickhack mit ihrem Exfreund, der nicht mal einer war, ihrer ständig anwachsenden Hysterie und der teilweise einfach nur dummen Handlungen (Wer latscht denn bitteschön mehrere Meilen im Dunkeln durch die Gegend, weil das Auto nicht anspringt, obwohl man eh schon glaubt, verfolgt zu werden? Jeder halbwegs normale Mensch hätte sein Handy genommen und sich ein Taxi gerufen, scheiß auf die Kosten.) Schon als die Karte mit ihrem alten Namen im Briefkasten lag, hätte ich keine Sekunde länger gezögert und mich an den einzigen Menschen gewandt, der damals nett zu ihr war, nämlich Dees. Stattdessen ruft sie die hiesigen Cops, hat natürlich keine Beweise für die angeblichen Diebstähle aus ihrer Wohnung und behauptet dann noch, sie hätte die Postkarte weggeworfen.

Ganz ehrlich, und so schlimm es auch klingen mag, mich hat kein bisschen gewundert, dass ihr niemand glauben wollte. Weder wegen der Karte noch später, als sie dann wirklich vom Täter entführt und vergewaltigt wird. Der Charakter von Mallory ist so überspitzt angelegt, dass sie mir am Ende nur noch wie eine hysterische Verrückte vorkam. Das war mit Sicherheit Absicht, weil ich sie als Leser dafür umso leichter ablehnen konnte, nur leider hat es mir das Buch immer mehr versaut. *sfz*

Erst als Bobby Dees dann endlich wieder auf der Bildfläche erscheint und die Dinge rund um den Hammermann langsam ins Rollen kommen, wurde es besser, bis hin zu einem Showdown, der sich gewaschen hat.

Dennoch, trotz einer Leseempfehlung, die ich guten Gewissens vergebe, weil das Buch an sich gut ist, bekommt es von mir nur 3*, denn für mich gab es in »Insomnia« eindeutig zu wenig Bobby Dees und zu viel Gejammer von Mallory Knight.


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