Sonntag, 9. Juli 2017

Zwei Ehemänner sind keiner zu viel

Zwei Ehemänner sind keiner zu vielZwei Ehemänner sind keiner zu viel by Jessica Martin
My rating: 5 of 5 stars

Wenn ein dritter Mann zu einem bereits existierenden Ehepaar stößt …

Ich hatte anfangs so meine Zweifel, ob das gut geht, vor allem weil Ben auch eine Menge Zweifel mit sich herumträgt und es lange dauert, bis er mit Jack wärmer wird. In den ersten Kapiteln war eindeutig Nick der Kleber zwischen den dreien, aber dann wurde es besser und vor allem anders.

Es gibt nur wenige Geschichten, wo ein dritter Mann zu einem bereits seit vielen Jahren zusammenlebenden Pärchen dazukommt, die über einen so langen Zeitraum angesiedelt ist. Meistens findet man sich, ist glücklich und fertig. Nix dagegen, ich lese solche Storys gerne, aber Jessica Martin hat einen anderen Ansatz gewählt und zeigt mehr als deutlich, dass es eben nicht so einfach ist.

Wenn aus einem Duo ein Trio wird, das kann funktionieren, aber man muss sich neu finden und dabei bleibt es nicht aus, dass die einzelnen Charaktere mit ihren Macken und Fehlern noch einmal völlig neu aufeinanderprallen. Und das passiert in dieser Geschichte, denn Nick ist aufbrausender, als es gesund für ihn ist und Jack, der damit nicht umgehen kann und zudem Angst hat, tut im Laufe der Geschichte Dinge, die einfach nicht sein dürfen und die schlussendlich seine Ehe mit Nick ernsthaft gefährden. Und zwischen allen Stühlen steht Ben, der schon genug damit zu tun hat, sich in zwei Doktoren verliebt zu haben, und am Ende auch noch ständig vermitteln muss und auf eine Art und Weise in Jacks und Nicks Probleme hineingezogen wird, die ganz und gar nicht gut ist.

Das Drama ist vorprogrammiert und war für mich in diesem Fall wunderbar passend, denn wie schon gesagt, ein Trio muss sich erst wieder neu finden und das geht mit Altlasten einfach nicht. Am Ende kracht es daher gewaltig und dann ist plötzlich Ben der Kleber zwischen ihnen. Zumindest bis Nick und Jack sich endlich die Hilfe suchen, die sie brauchen.

Eine sehr schöne Wohlfühlgeschichte, trotz des Dramaanteils, die ich garantiert nicht zum letzten Mal gelesen habe. Ich vergebe volle Punktzahl und eine Leseempfehlung gibt’s obendrauf.

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Kommentare:

  1. Das klingt ja doch nach ganz schön viel Drama.
    Allerdings muss ich sagen, dass es mir ausgesproichen gut gefällt, wenn so etwas komplexes wie eine Dreierbeziehung auch mit ihren ganzen Problemen realistisch dargestellt wird. Ist ja oft bei zwei Menschen schon schwierig genug, da kann man sich doch vorstellen, dass es richtig harte Arbeit ist, drei Menschen harmonisch zusammen zu bringen - auch wenn bei allen Gefühle für einander da sind.
    Deshalb spricht mich das Buch doch sehr an und ich nehme es mal auf meine Leseliste.
    Danke für diese schöne Rezension!

    LG Gabi

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    1. Und genau das fand ich so gut bei diesem Buch, dabei bin ich grundsätzlich lieber der romantische Lesertyp. *gg* Aber die drei müssen sich erst zusammenraufen und das geht nicht von jetzt auf gleich. Das man das mal inkl. Drama erzählt bekommt, finde ich sehr realitätsnah und hat mir echt gut gefallen. :-)

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